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RADEBERG

Radeberg wurde erstmals 1219 erwähnt, als fränkische und thüringische Bauern sich auf dem Land an der Röder ansiedelten. Der Name des Ortes leitet sich vermutlich von diesem Fluss ab.


In nicht einmal 150 Jahren entstanden ein Marktplatz, eine Burg (1289) und eigene Maßeinheiten (1341). 1412 verlieh der Marktgraf zu Meißen Radeberg das Stadtrecht. 1507 kam durch einen Wappenbrief von Herzog Georg das heutige Wappen hinzu.


Der Dreißigjährige Krieg und der Nordische Krieg setzten der Stadt schwer zu. 1633 fielen kaiserliche Truppen und 1706 die gesamte schwedische Kriegsmacht in Radeberg ein.
Außerdem verwüsteten mehrere Brände (1704, 1714, 1725 und 1741) große Teile der Stadt.


Mit dem Bau der ersten Glasfabrik begann 1858 die Entwicklung zur modernen Industriestadt. Mit der Gründung der Aktienbrauerei "Zum Bergkeller" wurde die Grundlage für die heutige Radeberger Exportbierbrauerei gelegt. Der Bau einer städtischen Gasbeleuchtung und die Inbetriebnahme einer neuen Wasserleitung verbesserten die Lebensbedingungen für die Einwohner weiter. 1906 entstand das Städtische Krankenhaus.


Die Exportbier-Brauerei (gebaut 1905) sowie die Entwicklung und Produktion von Fernsehgeräten ab 1952 im VEB Rafena und später von Tisch- und Großrechnern (Kombinat Robotron) prägten über Jahrzehnte die städtische Wirtschaft. Der Wohnungsneubau veränderte in den 50iger Jahren das Bild der Stadt wesentlich.


Mit der friedlichen Revolution im Herbst 89, der Gründung der Bürgerbewegung und den ersten demokratischen Kommunalwahlen 1990 begann auch für Radeberg eine neue Zeit.


Zum 1. Januar 2009 erfolgte die Erhebung zur Großen Kreisstadt.